Phasen der Unternehmensnachfolge

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Die 5 Phasen der Unternehmensnachfolge

Die Phasen der Unternehmensnachfolge sind besonders bei Kleinen- und Mittelständischen Firmen (KMU) ein komplexer Prozess. Gerade wenn hier ein Familienbetrieb vorhanden ist, geht es um die Klärung sämtliche Bereiche: wirtschaftliche, rechtliche und emotionale Prozesse für die übergebende Firma als auch die nachfolgende Generation. Zusätzlich herausfordernd ist die aktuelle wirtschaftliche Situation: Wer heute Nachfolger*Innen für die eigene Firma sucht, befindet sich in Konkurrenz mit jährlich ca. 125.000 KMU die ihr Unternehmen pro Jahr abgeben und in den Ruhestand gehen wollen. Welche Gründe für eine Unternehmensnachfolge Du auch hast – eine Unternehmensnachfolge Beratung erleichtert die erfolgreiche Betriebsübergabe und begleitet Dein Unternehmen im gesamten Nachfolgeprozess. Dieser Prozess beginnt mit dem Entschluss, das „Steuer“ vom eigenen Unternehmen abzugeben.

Disclaimer Beratung

Phase 1: Die Phase der Analyse

In Phase 1 der Unternehmensnachfolge geht es im Wesentlichen um zwei Punkte:
Die Ziele des bestehenden Firmeninhabers bzw. der Inhaberin in Bezug auf die Nachfolge zu klären und die wirtschaftliche, rechtliche und steuerliche Lage des Unternehmens zu analysieren. Lt. IHK sollte dieser Schritt ca. 10 Jahre vor der tatsächlichen Übergabe geplant werden.

Der DIHK-Report Unternehmensnachfolge 2024 zeigt: Es gibt aktuell dreimal mehr Unternehmen, die Nachfolger*Innen suchen, als nachfolgeinteressierte Jungunternehmer*rinnen. Damit ist es umso wichtiger das eigene KMU so früh wie möglich zukunftsfähig aufzustellen. Hierfür gibt es verschiedene Fördermittel, um Begleitung durch Unternehmensberatungen in dem Prozess zu erhalten. Vergleiche für weitere Informationen den unten stehenden Schritt „Analyse der Unternehmenslage“.

Gründe für die Unternehmensnachfolge

Firmeninhaber*Innen verbinden mit der Unternehmensnachfolge ganz unterschiedliche Ziele. Mögliche Optionen für eine Firmenübergabe könnten lt. IHK sein:

  • Finanzielle Absicherung des eigenen Ruhestands zur Versorgung der Inhaber*Innen
  • Bestandssicherung bzw. den langfristigen Fortbestand der Firma
  • Veränderung der Geschäftsstruktur
  • Absicherung der bestehenden Angestellten
  • Wunsch zur Übergabe der Geschäftsführung

Je klarer sich aktuelle Inhaber*Innen über die Strategie hinsichtlich der Nachfolge sind, desto größer sind die Chancen für eine passende Nachfolgeregelung.

Analyse der Unternehmenslage als Grundlage für die Phasen der Unternehmensnachfolge

Eine gründliche wirtschaftliche Analyse zeigt die Stärken und Schwächen des Unternehmens auf. Chancen und Risiken werden durchleuchtet. Dadurch klärt sich, welche Maßnahmen und Investitionen vor der Übergabe sinnvoll und notwendig sind. Da potentielle Nachfolger*Innen vor allem Interesse an zukünftigen Geschäftspotenzialen haben, sind vorausschauende Investitionen und die Prüfung neuer Geschäftsmodelle entscheidend.

Aktuell gibt es hierfür das Förderprogramm „INQA“, bei dem der Fokus genau auf dieser Geschäftsentwicklung liegen kann. KMUs mit bis zu 249 Mitarbeitenden erhalten hierüber einen Zuschuss für die Unternehmensberatung bis zu 80 %. Stella Schneider ist ebenfalls als INQA Coach zertifiziert und kann bei dem Prozess begleiten.

Des Weiteren ist die rechtliche und steuerliche Seite zu beachten. Jede Unternehmensübergabe unterliegt steuerrechtlichen Bedingungen. Um die geeignete Art der Übergabe zu ermitteln, müssen diese genau mit den entsprechenden Experten geprüft werden.

Phase 2: Die Phase der Planung

Die Informationen aus der Analyse münden in ein konkret formuliertes Übergabekonzept. Darin enthalten sind bspw.:

  • Geplanten Anpassungen im Unternehmen
  • Angestrebte Nachfolgelösung (Nachfolge aus der eigenen Familie oder externe Nachfolge)
  • das rechtliche und steuerliche Übergabekonzept sowie
  • die persönlichen Zukunftsvorstellungen des Übergebenden (etwa dessen weitere Mitwirkung in der Firma nach der Übergabe).

Das schriftlich fixierte Übergabekonzept bildet die Grundlage für die Durchführung der Unternehmensnachfolge und legt einen Zeitplan für die Umsetzung der notwendigen Schritte fest.

Phase 3: Die Phase der Nachfolger*Innen-Suche

Nachdem der „Fahrplan“ für die Übergabe fest steht, beginnt die Suche nach der Rolle des Übernehmenden. Dabei kann bspw. eine Unternehmensberatung durch Zusammenbringen von Firmeninhaber*Innen und passenden Jungunternehmer*Innen unterstützen.

Ein aussagekräftiges Exposé wird erstellt, das den potenziellen Interessenten die Unternehmenssituation erläutert. Damit können Kaufinteressenten abschätzen, ob das Angebot für sie infrage kommt. Das Exposé zeigt auch aktuelle Schwachstellen auf. Damit entsteht Vertrauen für weitere Verhandlungen. Ein Anspruchsprofil formuliert die Anforderungen an den möglichen Nachfolger.

Auf Basis dieser Informationen können auch Profile auf unterschiedlichen Marktplätzen erstellt werden, um Nachfolger*Innen zu finden. Deutschlandweit ist Nexxt-Change dafür eine Anlaufstelle. Auf regionaler Ebene empfehlen wir die Prüfung der jeweiligen zuständigen Industrie- und Handelskammern (IHK) sowie Handelskammern (HWK) zur kostenlosen Beratung.

Sobald die festgelegten Kriterien erfüllt werden, ist der persönliche Austausch mit potentiellen Nachfolger*Innen das Fundament für die nächsten Schritte.

Phase 4: Die Phase der Verhandlungen

Mit den Interessenten werden nun die Vertragsverhandlungen geführt. Der Vertrag zur Übergabe des Unternehmens sollte individuell gestaltet werden und die Interessen der übergebenden Firma und der Nachfolger*In berücksichtigen. So können Risiken für Verkäufer*Innen und Käufer*Innen minimiert und die zukünftige Ausrichtung in gemeinsamer Abstimmung definiert werden.

Hier sind vertragliche Vereinbarungen, wie bspw. ein „Letter of Intent“ sinnvoll. Dadurch werden die jeweiligen Absichten von Anfang an festgehalten. Für den gesamten Prozess der Vertragsdokumente empfehlen wir die Rücksprache mit entsprechenden Experten. Eine erste Anlaufstelle kann auch hier wieder die jeweilige IHK bzw. HWK sein.

Sobald die Vertragsunterlagen unterzeichnet sind, ist die Kommunikation ggü. Mitarbeitenden, Geschäftspartner*Innen, Kunden, etc. wichtig. Auch hierfür empfehlen wir einen „Fahrplan“, um den Übergang transparent und strategisch zu planen.

Phase 5: Die Phase der Umsetzung

Nach einer Zeit der Einarbeitung erfolgt die finale Übergabe des Unternehmens mit allen Rechten und Pflichten. Hierfür sind je nach Rechtsform notarielle Beurkundungen die Grundlage. Daher empfiehlt sich die enge Abstimmung mit der bestehenden Steuerberatung sowie weiteren Experten.

Für die Rollte des Übergebenden bedeutet dieser Schritt das Loslassen der eigenen Firma. Hier kann es helfen, bereits vorab Klarheit über die persönlichen nächsten Schritte und Ziele für die Zukunft zu haben.

Die Nachfolger*Innen geht jetzt in die Verantwortung für das Unternehmen. Gerade in den ersten Monaten kann hier vor allem die Akzeptanz der Belegschaft, der Geschäftspartner*Innen sowie Kunden eine Herausforderung sein. Daher ist der Umgang mit solch einem Veränderungsprozess besonders wichtig und kann durch Unterstützung von bspw. Business Coaching oder einer Unternehmensberatung begleitet werden.

Fazit zu den Phasen der Unternehmensnachfolge

Ein optimaler Nachfolgeprozess durchläuft mehrere Phasen. Lass dich Schritt für Schritt durch eine professionelle Unternehmensnachfolge Beratung begleiten, damit dein Lebenswerk in gute Hände kommt und eine erfolgreiche Zukunft hat. Vereinbare frühzeitig einen Termin für ein Erstgespräch.

 

Quelle Beitragsbild: Bild von Bruno aus Pixabay